Informationen zur Geschichte:
war ein Bernard der im 12. Jahrhundert mit Heinrich dem Löwen in die Region kam und Vogt einer Festung in Schwerin wurde. Wichtigste Quelle des Aufschwungs dieser Region wurde die aktive Teilnahme an der Ausbreitung der Hanse und dem Handel mit Schweden und Skandinavien im Gefolge.
Im 15. Jahrhundert teilte sich die Familie nach Wolfshagen, Usedom und Spantekow. Nach dieser Zeit landeten die schwedischen Truppen unter König Gustav Adolph auf Usedom. Von dort aus zog er mit seinen Truppen nahe bei Anklam und Schmuggerow vorbei in den dann 30 jährigen Krieg mit seinen fatalen Auswirkungen für ganz Europa.
Ulrich von Schwerin war der Grosshofmeister
bei dem Pommerschen Herzog Philip I. Er erbaute die Festungen Spantekow
und Putzar, sowie Lanskron.
Lanskron deutet dabei auf klare Verbindungen zur schwedischen Festungsstadt Lanskrona hin.
Die Zeit der preussischen Reformen 1814 und die spätere "Gründerzeit" waren die eigentlichen "Geburtszeiten" von Schloss Schmuggerow.
In Putzlar lebte später Maximilian Graf von Schwerin. Er wurde zu einem bedeutenden Politiker seiner Zeit. Er setzte sich stark für die Verwirklichung der Menschenrechte ein u.a. auch für die Aufhebung von Sanktionen gegen jüdische Mitbürger.
Als seine Tochter den Grafen von Kanitz heiratete, übereignete er das Gut Schmuggerow einschliesslich des Gutshauses dem Ehepaar als Mitgift. 1871 baute die Kanitz das Schloss Schmuggerow. Noch heute findet sich auf dem Friedhof von Schmuggerow das gepflegte Grab der Familie von Kanitz.
In einem Nachbardorf lebte der General-Feldmarschall des Königlich preussischen Heeres Curt Christoph Graf von Schwerin. Nach Überlieferungen war er einer der bedeutendsten Heerführer seiner Zeit und kämpfte unter Friedrich dem Grossen in den schlesischen Kriegen.
Ganz in der Nähe lebte auch Otto Martin von Schwerin.
Er war ein bedeutender und berühmter Reitergeneral. Bekannt wurde er durch die Schlacht von Hohenfriedberg (2. Schlesienkrieg). Hier griff er am 4. Juni 1745 mit über 1.000 Reitern eine Befestigung mit 3.500 Mann
an und besiegte diese. Laut Chronik war es „der glorreichste Reiterangriff, der je von einem einzelnen Regiment auf eine grosse, unerschütterte Infrantiemasse gemacht worden ist“.
Im Kellergewölbe des Schlosses finden Sie viele Bilder, die von der Vergangenheit zeugen.
Paul Otto Brückwald der Erbauer von Schloss Schmuggerow
Am 5.2.07 erschien ein bemerkenswerter Artikel von Jürgen Schröder unter dem Titel „Schmuggerow und
Bayreuth“ über den grossen Architekten Paul Otto Brückwald. Brückwald wurde 1841 in Dresden geboren. Er lernte das Mauererhandwerk und besuchte die Leipziger Baugewebeschule. Aufgefallen durch Fleiss und Begabung erhielt er ein Stipendium an der Akademie der schönen Künste in Dresden. Hier wurde er Teil der Gruppe von Georg Hermann Nicolai, dem Nachfolger des berühmten Gottfried Semper.
Schnell baute er als Architekt zusammen mit dem berühmten Carl Ferdinand Langhans das Leipziger Neue Theater. Herzog Ernst der I. von Sachsen-Altenburg erteilte ihm den Auftrag das heutige Landestheater von Altenburg zu erbauen.
Gut bekannt mit den von Schwerins erhielt er den Auftrag für Schmuggerow. Anlässlich der Hochzeit 1865 mit Rudolph Graf von Kanitz (1822-1902) mit der Tochter Luise (1837-1902), sollte er ein prachtvolles Herrenhaus bauen. Maximillian Graf von Schwerin-Putzar (1804-1872), war Eigentümer von 8 Gütern im Kreis von Anklam und 2 Gütern in Hinterpommern. Dazu gehörte auch das 600 Hektar grosse Rittergut Schmuggerow.
Bis 1873 leitete Brückwald die Arbeiten für Schloss Schmuggerow und realisierte einen 2 Etagen neubarocken Putzbau über einen Feldsteinsockel.
Noch während der Arbeiten in Schmuggerow wurde er nach Bayreuth berufen um das berühmte Wagnertheater Bayreuth zu bauen. Wagner fragte persönlich bei Brückwald an und bad ihm das Bayreuther Festspielhaus zu erbauen. Brückwald erhielt den „Bayrischen Verdienstorden vom Heiligen Michael“ und das „Ritterkreuz I. Klasse“. 1881/82 fügte er den Königsbau an. „Ihm war ganz im Sinne Wagners und Sempers etwas ganz Neues, Revolutionäres gelungen“, heisst es in den Artikel von Jürgen Schröder.
Brückwals baute ebenfalls das Schloss Löwitz und das Schloss Sophienhof. Beide liegen nur unweit von Schloss Schmuggerow.
Der grosse Architekt Paul Otto Brückwald heiratete 1868 Elisabeth Marie Krieger und später nach deren Tod die Schwester Margarethe mit der er 4 Kinder hatte. Er starb am 15.2.1917 in Leipzig.
Schloss Schmuggerow gehört zu den jungen Bauten eines der berühmtesten Baumeisters in der aufstrebenden Phase des 19. Jahrhunderts der deutschen Geschichte.
(Die Berichte über die Geschichte von Schloss Schmuggerow werden laufend erweitert).





